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schwules und lesbisches coming out |
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<<< zurück Hallo !! Im Forum der TransFamily hab ich Deinen Aufruf über "Coming out Texte" gelesen. Ich bin zwar eine TS Frau und als solche als lesbisch einzuordnen aber wenn Du willst, kannst Du diese Mail veröffentlichen. Meinen Namen Ricarda Leythäuser brauchst Du natürlich nicht verheimlichen, weil ich nämlich seit meinem Outing so angesprochen werde und seit Februar 2003 so heisse. Für diejenigen, die´s wissen wollen: im Juni 2003 wurde meine geschlechtsangleichende OP durchgeführt. Hier ist meine Mail an meine damalige Firma. Den Firmennamen und einige Sätze habe ich gelöscht und durch " x " bzw. Punkte ersetzt. Das war aber nichts Wesentliches für mein "Coming out". Da ich im Raum München wohne und meine Firma in Berlin war ( ist ), gab´s keine bessere Möglichkeit. Sie sollten sich alles in Ruhe durchlesen und darüber nachdenken können, was bei einem Telefonat nicht so erreicht werden kann. Übrigens : Entlassen wurde ich 7 Monate später. Personalabbau. Ich war eine von über 40 Büroangestellten und Servicetechnikern. Viele Grüsse von Ricarda ----- Original Message ----- From: Ricarda Leythaeuser To: ; xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Sent: Sunday, February 17, 2002 1:59 PM Subject: Arbeitsverhältnis Hallo zusammen!! Nachdem nun die ersten Entlassungen ausgesprochen worden sind und auch Servicetechniker betroffen waren, möchte ich euch jetzt eine Änderung meines zukünftigen Lebens mitteilen um der Firma Gelegenheit zu geben, rechtzeitig zu reagieren. Somit bleibt mir ebenfalls Ungewissheit erspart und ich weiss, woran ich bin. Nachdem ich bis zum 16.02. weder schriftlich noch telefonisch eine Kündigung erhalten habe, gehe ich davon aus, dass mein Arbeitsverhältnis fortgeführt wird. Falls es nicht so sein sollte, ist diese Mail gegenstandslos. Nach jahrelangem Überlegen und Zweifeln habe ich mich endlich dazu entschlossen als das weiterzuleben, was ich bin, wie ich mich seit meiner Kindheit fühle. Ich werde mein Leben als Frau verbringen. Jede Diskussion erübrigt sich. Mein Entschluss ist endgültig. Nach den ersten Terminen bei einer Therapeutin wurde mir gesagt, dass nach meinem Lebenslauf meiner Geschlechtsumwandlung normalerweise nichts im Wege stehen würde und mit der Hormonbehandlung in etwa 1 Jahr begonnen werden könnte. Es kommt auf das Gutachten an. Ein 1. Termin bei einem Gutachter ist für den 18.02. vereinbart. Die Beurteilung durch die Ärzte wird natürlich längere Zeit in Anspruch nehmen. Diese Besuche bei der Therapeutin und 2 unabhängigen Gutachtern werde ich von nun an regelmässig einhalten müssen, um die gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen. Meine Arbeit wird davon nur in der Art beeinflusst, dass ich an diesen Tagen in München sein muss. Wenn es notwendig ist, werde ich natürlich Gleitzeit oder Urlaub nehmen. Auch werde ich selbstverständlich die Firma nicht "blamieren" und meine Arbeit, bis auf weiteres, als Mann verrichten. Wenn meine Vorbereitungen für mein Leben als Frau abgeschlossen sind, dazu gehört u. a. die Information der Öffentlichkeit und hiermit auch der Fa. xxxxxxx, werde ich bereits vor einer Hormonbehandlung als Frau leben. Den genauen, für mich günstigen Zeitpunkt, kann ich nicht nennen. Es wird auf jeden Fall in diesem Jahr, 2002, sein. Länger werde ich die psychische Belastung, die immer grösser geworden ist, nicht mehr aushalten. Danach werde ich auch Serviceeinsätze als Frau ausführen. D. h., ich werde inmitten des Kassenbetriebes als Servicetechnikerin der Fa. xxxxxxx im Mittelpunkt sein. Spätestens dann wird sich erweisen, inwieweit die Firma zu mir steht. Unabhängig von einer evtl. negativen Entscheidung über mich, möchte ich mich bedanken. Für eine insgesamt gesehen schöne Zeit, in der ich meine Arbeit gerne gemacht habe. ........................................... ........................................ Selbstverständlich können alle Mitarbeiter der Fa. xxxxxxx über mich informiert werden. Es sind meine Kollegen und sie haben ein Recht darauf, zu wissen wer ich bin, mit wem sie zusammenarbeiten. ........................................................................................ Nun warte ich also auf eine Bestätigung zur Aufrechterhaltung meines Arbeitsverhältnisses oder auf meine Entlassung. Es wäre sinnvoll, wenn ich die Nachricht vor der Schulung in Berlin am 2./3. März, erhalten würde. Zum Schluss die Antwort auf eine grosse Frage, ................................ Wie heisse ich als Frau? Es wäre sehr schön für mich, wenn ich ab jetzt schon mit "Ricarda" angesprochen werde. Nochmals vielen Dank für die vergangene, schöne Zeit! In der Hoffnung auf eine zukünftige, ebenfalls schöne Zeit, Herzliche Grüsse von Ricarda |