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Erde Das Besondere im Alltäglichen |
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<<< zurück blind und schwul - na und?! von Martin Feuerstein (Juni 2003)
1994 trennte ich mich von meiner Frau, und 1997 zog ich dann nach Frankfurt. Aber auch von anderer Seite gestaltete sich mein Coming Out nicht ganz einfach: Ich musste bald feststellen, dass in der sogenannten Community Blinde nicht immer mit offenen Armen aufgenommen werden. So musste ich mir in einem Münchner Beratungszentrum für Schwule anhören: "So unappetitlich wie du aussiehst, brauchst du Dir keine Hoffnungen zu machen." Da ich ja keine Kontrolle über meine optische Ausstrahlung habe, hatte ich diesen Satz mehrere Jahre verinnerlicht. Heute kann ich sagen, dass ich so, wie ich bin in Ordnung bin. Seit 5 Jahren lebe ich mit einem sehenden Freund. Ich bin wirklich froh darüber, schwul zu sein und wünsche allen behinderten Schwulen, dass sie auch im Bereich ihrer Sexualität ein erfülltes Leben führen können. Um blinden Schwulen die nötigen Informationen aus dem schwulen Leben zu vermitteln und uns untereinander besser zu vernetzen, habe ich gemeinsam mit einem Freund aus Hamburg die "Rosa Brille" eine Zeitschrift auf Tonkassetten ins Leben gerufen. Gemeinsam mit anderen schwulen Behinderten arbeite ich gerade an einer Internetseite für unseren Personenkreis. martin.feuerstein@t-online.de |