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Erde Das Besondere im Alltäglichen |
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<<< zurück Antwerpen mon amour von Johanna Kamermans am 12.Jun.2003 In München sind die Nächte lang...? Warum erzähle ich Euch das alles über Belgien? Weil es ein Wunder ist, dass Belgien überhaupt noch existiert: die Föderalisierung des Landes in je drei Sprachgemeinschaften und Regionen hat das "Belgische Problem",d.h. das mühsame Zusammenleben der flämischen und wallonischen Bevölkerungsanteile inklusive des damit einhergehenden "Sprachenstreits", absolut nicht ad acta gelegt und leise Auflösungstendenzen werden allmählich sichtbar: Flandern zu den Niederlanden und die Wallonie zu Frankreich...? Das erste vielleicht noch, aber das zweite keinesfalls, denn die wallonische Provinz Luxemburg möchte zum Grossherzogtum Luxemburg und die "Deutschsprachige Gemeinschaft" im Osten Belgiens (die ehemaligen deutschen Ostkantone) die möchte nirgends hin. Denn die kaum 70'000 Einwohner in der wallonischen Provinz Lüttich haben eine überaus grosse kulturelle und soziale Autonomie errungen, die den beiden grossen belgischen Sprachgemeinschaften der Flamen und Wallonen nahezu gleichgestellt ist: die Umgangs- und Kultursprache ist deutsch, es gibt eine deutschsprachige Zeitung (Grenzecho) und eine bis weit über die Grenzen reichende Radiostation BRF (Belgischer Rundfunk!) und man wähnt sich in deutschen Gefilden. Aber zu Deutschland möchte man keinesfalls und zu den Niederlanden noch weniger.....- ja was denn...? Aber da ist ab dem 1. Juni 2003 jetzt sogar noch ein gravierender Unterschied dazugekommen: denn die homosexuellen deutschsprachigen Belgier dürfen heiraten und die homosexuellen Deutsche nicht...!(eine Gleichstellung der Homo- und Hetero-Ehe wird es übrigens wohl auch nie geben in Deutschland). Derart wurden wieder neue europäische Grenzen gezogen, gegen die es jedoch Abhilfe gibt: denn - wie in den Niederlanden - können auch in Belgien Partner heiraten, die nicht die belgische Nationalität besitzen, vorausgesetzt einer der Partner ist in Belgien wohnhaft. Und das ist bei der heutigen Freizügigkeit in der EU ja also leicht realisierbar. Deutsche Männer und Frauen können somit bereits heute "richtig" heiraten, sei es in den Niederlanden, sei es in Belgien : man/frau muss nur die Grenzen wechseln. Oder einen niederländischen bzw. belgischen Partner haben und der muss dann sogar gar nicht in den Niederlanden bzw, Belgien wohnhaft sein. Aber am schönsten wäre es somit in der heimatlichen "Deutschsprachigen Gemeinschaft", in diesem Stückchen Belgien der etwas anderen Art...! "Antwerpen mon amour" lehnt an an die Liebesgeschichte "Hiroshima mon amour" und es stellt sich somit die Frage: wie lange kann also noch "deutsch" geheiratet werden, wenn Belgien am Zerfallen ist. Wie lange also noch violette Palmen in Belgien...? Wieviele Jawort-Liebesgeschichten wird es noch geben in diesem deutschsprachigen Gretna Green um die Ecke? Oder wird sogar "Europa" das niederländische und belgische "Pflänzchen" wieder absterben lassen? Der "Harmonisierung" wegen? Tja, lieber Gerd: Belgien ist und bleibt rätselhaft, weil es eben das zerbrechliche Belgien ist. Die Niederlande sind da besser dran: die will niemand haben in Europa.... http://www.johanna16.freeler.nl Beiträge von Johanna Kamermans im GAYFLIEGENPILZ: Alternative Geschlechter in indianischen Kulturen – Integration statt Ausgrenzung Antwerpen mon amour TRANSGENDER GESTERN UND HEUTE oder Versuch einer Abhandlung über das unendliche Breitenspektrum „vom Geschlechtsverwandlungswahn zur Geschlechtsumwandlung“ In der falschen Sexualität Hasch mich: Faszination Coffee-Shop |